23 - Nichts ist so wie es scheint (1998)
Der Schüler Karl Koch (August Diehl) fühlt sich in seinem konservativen Elternhaus gefangen. Wie er es selbst ausdrückt, muss er sich entweder anpassen oder rebellieren. Karl wählt letztere Möglichkeit.
von Flavia Giorgetta
Zunächst engagiert sich Karl in den in den frühen 80er Jahren weit verbreiteten Anti-Atomkraftgruppen. Mehr und mehr jedoch entdeckt er den Computer und loggt sich auf primitive Weise in die ersten Chatlines ein. Dort trifft er Gleichgesinnte, die wie er Wilsons Science-Fiction-Roman Die Illuminaten zu ihrer Bibel ernannt haben. Darin geht es um einen im 18. Jahrhundert durch Freimaurer gegründeten Geheimbund. Karl beginnt, aufgrund von Anzeichen in seiner Umgebung zu glauben, dass dieser Bund immer noch existiert und verdeckt die Welt regiert. So stösst er ständig auf deren magische Zahl, die 23, oder deren Quersumme fünf.
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Karl mit den gesammelten Zeitungsausschnitten über vermeintliche Illuminaten.
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Fremdbestimmt
An einem Hackerkongress begegnet Karl David (Fabian Busch), und die beiden werden Freunde. Durch ihre Kompetenz mit Computern ziehen die zwei Teenager die Aufmerksamkeit zwielichter Gestalten auf sich, und bald stehen sie auf der Lohnliste des KGB. Durchwachte Nächte und Drogen bedingen sich gegenseitig; besonders Karl rutscht immer tiefer in einen Wahn einer Weltverschwörung. Als sie schliesslich beim letzten Hack für den KGB auf russische Kernkraftwerkslisten stossen und am nächsten Tag das Unglück in Tschernobyl bekannt wird, dreht Karl durch.
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| Karl im Kokainrausch
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Gratwanderung
Hans-Christian Schmids Geschichte bezieht seine Spannung aus der Tatsache, dass es sich dabei um eine wahre Begebenheit handelt. In seiner ersten Filmrolle überzeugt vor allem Diehl, der einen scheuen und gleichzeitig fanatischen Jugendlichen spielen muss, der die Welt je länger je schemenhafter wahrnimmt. Faszinierend auch das Wiedersehen von alten Commodore-Kisten und das Entdecken von Modem-Vorläufern. Manchmal jedoch will der Film ein wenig viel - zwischen Krimi, Zeitzeugnis und Melodrama angesiedelt -, so dass einige Fragen offen bleiben. Beispielsweise erfährt man nur wenig von der Verstrickung zum KGB, und einige Nebenrollen erfüllten bloss den Zweck der Authentizität. Aber man wird sich nach 23 schwer verkneifen können, nach der 23, nach Pyramiden und Fünfecken Ausschau zu halten.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | 23 - Nichts ist so wie es scheint (1998)
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| Land: | | Deutschland
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| Genre: | | Krimi
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| Regie: | | Hans-Christian Schmid
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| Drehbuch: | | Michael Dierking Michael Gutmann Hans-Christian Schmid
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| Produktion: | | Jakob Claussen Thomas Wöbke
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| Kamera: | | Klaus Eichhammer
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| Schnitt: | | Hansjörg Weißbrich
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| Musik: | | Norbert Jürgen Schneider
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| Ausstattung: | | Ingrid Henn
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| Kostüme: | | Peri de Bragança
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| Besetzung: | | Fabian Busch August Diehl Andreas Günter Jan-Gregor Kremp Dieter Landuris Zbigniew Zamachowski
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| Länge: | | 99 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | Claussen & Wöbke Filmproduktion GmbH
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| CH Verleih: | |
Buena Vista
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