Eraser
Um ihre Zukunft zu sichern, muss er ihre Vergangenheit löschen
Die "steirische Eiche" in gewohnter Ballerman(n)ier
Eraser wird er genannt. Wieso? Weil er Leben auslöscht. Es
unterscheidet sich aber wesentlich von der Aufgabe des Terminators,
welcher dem Leben ein Ende setzt. Denn eigentlich wirkt John Kruger
(Arnold Schwarzenegger), wie ein Radiergummi, der Vergangenheit
und Identitäten von Menschen killt. Denn Kruger (wahrscheinlich
Krüger, aber deutsch ist ja keine internationale Sprache) arbeitet
für's geheime Zeugenschutzprogramm der USA. Seine Aufgabe ist es,
aussagekräftige Zeugen vor hinterhältigen Gangstern und Mafiosi
zu beschützen, bis zur Aussage deren Person vollkommen von der
Oeffentlichkeit fernzuhalten. Deshalb Eraser. Nun ist es im
Falle der attraktiven Lee Cullen (Vanessa Williams,
oscarprämiert für ihren Pocahontas-Song) aber keine
finstere
und skrupellose Gesetzesbrecherin, sondern jemand, der dem FBI half, geheime
Waffengeschäfte aufzudecken.
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Arnie fühlt sich wohl in der
typischen Terminator-Pose.
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Es handelt sich jedoch nicht um "normale" Waffen, sondern um
eine Nuklear - elektromagnetische - Hochgeschwindigkeits - Photonenplasma -
Infrablick - Kanone (oder so). Kurz Rail Gun.
Es sind auch nicht gewöhnliche
Waffenschieber am Werk, sondern gar Minister daran beteiligt. Am liebsten
arbeitet Kruger allein, aber auch er hat einen Boss. Und wer
weiss, vielleicht steckt auch dieser mit den Terroristen unter einer Decke?
Von nun an muss er nicht nur auf Feinde von aussen achten, sondern auch
von innerhalb des Systems (irgendwie war das doch schon beim aktuellen
Tom Cruise-Film so...), und sich obendrein gegen riesige Krokodile wehren,
die kaputtgeschossenen Aquarien/Terrarien (hm...auch das
erinnert doch an Mission
Impossible!!)
entspringen.
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Eine romantische Begegnung,
die ohne Küsse auskommen muss
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Wenn Mister Universum auf Miss Amerika trifft...
Mit den zwei Hauptdarstellern treffen zwei ausgezeichnete Schönheiten
aufeinander. Im Falle von Vanessa Williams trifft dies auch auf ihre
schauspielerischen Qualitäten zu. Miss Williams war die erste schwarze
Miss America, was leider mit widrigen rassistischen Konsequenzen
quittiert wurde. Unterdessen hat sie sich auch als Sängerin einen
hervorragenden Namen gemacht, und als Schauspielerin wirkt sie schön
natürlich und natürlich schön. Bei Mister Universum
Schwarzenegger kann man sich denn ab und zu ein Lachen nicht verkneifen,
denn es fliessen (dem steirischen Akzent sei Dank) oft komödiantische
Elemente mit ein. Der mit Comedies eher erfolglose Arnold
(Junior, The Last Action Hero) ist beim Actionfilm an
der richtigen Stelle, hier liebt man ihn, hier kann er wieder aus dem
vollen schöpfen.
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You have been erased.
I need your ID's, passports,
clothes, boots and motorcycle!
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Fazit: Ein solider Action-Streifen mit exzellenten Spezialeffekten.
Die Fans des Genres werden sich an hervorragenden Explosionen ergötzen
können und noch nie dagewesene Waffen bestaunen. Das gleiche gilt
für
sagenhafte Software, die mittels GUI "verseuchte" Terminals aufspürt.
Die animierten Krokos
erinnern bisweilen an Godzilla-Monster, die durch japanische Metropolen
stampfen. Bei der Story muss sich Eraser jedoch den Vorwurf bieten
lassen, mit der Produktion Mission
Impossible zumindest Aehnlichkeiten vorzuweisen. Man denke nur an die
Infiltration des eigenen Hauptquartiers, im einen taten dies Feuerwehr-
Leute, im anderen Sanitäter. Ein Glanzlicht stellt Robert
Pastorelli dar, der mit Humor als Johnny C einen äusserst
dankbaren "Klienten" Krugers verkörpert. Sehr gut. Wer allerdings eine
sanfte Romanze zwischen Arnold und Vanessa erwartet, der hofft vergebens
auf einen innigen Kuss. Der wurde zwar gedreht, aber wieder "erased".
Angaben zum Film
- Titel: Eraser
- Bewertung: ***½.
- Länge: 115 Minuten
- Regie: Charles Russell (The Mask)
- Drehbuch: Tony Puryear & Walon Green
- Produktion: Arnold Kopelson, Michael Tadross, Charles Russell
- Kamera: Adam Greenberg (Terminator)
- Musik: Alan Silvestri
- Sound: DTS, Dolby SR-D
- Format: 2.35:1 (scope)
- Besetzung:
- Arnold Schwarzenegger (Terminator, True Lies)
- Vanessa Williams (wer bis zum Schluss sitzenbleibt, hört ihren
Song zum Film)
- James Caan (The Godfather)
- Verleih: Warner Bros.
Copyright © 1996 Warner Bros. (Bilder)
Copyright © 1996 CineNet (Text)