Grace of my Heart
"Es ist viel schöner, ein Lied zu singen, das
dir gefällt, als zu versuchen, allen anderen zu gefallen"
Die 50er gehen zu Ende und Edna Buxton (Illeana Douglas), Tochter
aus betuchtem Hause, verlässt Philadelphia, um in New York als Sängerin
Karriere zu machen. Doch das Business ist hart und alle versprechen sich
so durch den Tag - Ausser einem: Der Produzent Joel Miller (John Turturro)
glaubt an sie und steht loyal zu seinem Wort. Mit ihm ändert sich
aber so einiges für Edna - Als erstes ihr Name; sie heisst jetzt Denise
Waverly. Da z.Z. Männerstimmen in sind, muss sie sich vorerst damit
abfinden, im legendären Brill Building (dem Zentrum der damaligen
Musikindustrie), in einem engen Büro mit einem Klavier und Aussicht
aufs Dach, erfolgreiche Songs zu schreiben. Es folgen ein paar turbulente
Jahre; Denise schreibt dutzende Schnulzen, verliebt sich, bekommt Konkurrenz,
findet eine Freundin, wird schwanger, heiratet, wird bekannt, ausgenutzt,
geht beinah fremd, ...
"The dress fits the occasion. It's you that doesn't fit"
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"Ähhmm...."
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Bis hierhin ist der Plot zügig, witzig und interessant. Dann
geht aber die Ehe von Denise den Bach ab und mit ihr der Film. Jay Phillips
(Matt Dillon), aufstrebender Kopf einer, naja, Boygroup, tritt in
Denise's Leben. Jetzt geht es erst recht rund - zu rund. Es passiert viel
zu viel, es werden zu viele verschiedene Themen angeschnitten; der Film
fällt auseinander - Er verkommt zu einem Kaleidoskop der 60er und
70er Jahre. Die Leute damals werden sicher Worte wie "far out",
"spaced off", "groovy", etc. gebraucht haben, aber
im Film werden sie so übermässig eingesetzt, man hat das Gefühl
als ob Gabriel Felder die Hitparade moderieren würde.
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Sunshine, Sunshine, ..
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Die erste Hälfte des Films, über das Brill Building, ist
ziemlich konsistent, recht gut ausgewogen und macht Spass. Doch dann muss
Allison Anders (Drehbuch, Regie) einen zu starken Rückfall
in die damalige Zeit gehabt haben und wurde übermütig. Die Charaktere
haben so viele wichtige Erlebnisse, die in so kurzer Zeit auf der Leinwand
präsentiert werden, dass diese Hälfte fast als überlanger
Trailer dienen könnte. Schade, denn die darstellerische Leistung,
insbesondere die von Illeana Douglas, deren Kleidung und Frisur praktisch
die ganze damalige Mode durchmacht, lassen viel versprechen.
Sehr gut gelungen ist hingegen der Cameo-Auftritt von Bridget Fonda. Sie spielt Kelly
Porter, ein Liebchen der Nation, mit einem gewissen sexuellem Geheimnis...
Bernhard Seefeld

Angaben zum Film
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Titel:
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Grace of my Heart
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Genre:
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Musikfilm
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Bewertung:
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****.
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Länge:
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116 Minuten
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Regie:
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Allison Anders
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Drehbuch:
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Allison Anders
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Produktion:
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Ruth Charny, Daniel Hassid
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Kamera:
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Jean Yves Escoffier
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Musik:
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div., insb. Kirsten Vigard
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Besetzung:
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Illeana Douglas (Cape Fear, Alive)
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Joel Turturro (Quiz Show, Mac)
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Matt Dillon (Beautiful Girls, To Die For)
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Verleih:
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UIP
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Copyright © 1997 UIP (Bilder)
Copyright © 1996, 1997 CineNet (Text)