
Hope Floats will uns eine Geschichte über Selbstfindung, Familienwerte, das Ergreifen neuer Chancen und die Einfachheit der Liebe erzählen. Die Stärke des Drehbuchs sinkt jedoch nach einem originellen Start schnell, langweilt uns während eines richtungslosen Mittelteils und kommt schliesslich zu einem reichlich vorhersehbaren, moralisierenden Ende. Zahlreiche gelungene Momente sind je nach Situation humorvoll oder rührend, kompensieren jedoch nicht für die insgesamt schwache Struktur der Handlung.
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| Alte Konflikte zwischen Birdee und ihrer Mutter (Gena Rowlands) flammen im Laufe der Handlung wieder auf. |
Viele der gut geschriebenen und gespielten Konfliktszenen entbehren nachvollziehbarer, natürlicher Gründe: Zu oft entsteht der Eindruck, Konflikte seien nur da, um die Handlung zu verlangsamen. So zum Beispiel die Ablehnung, die Birdee gegenüber Justin zeigt, obwohl es von Anfang an offensichtlich ist, dass sie zueinander finden werden.
Die Handlung besteht ohnehin nur aus altbekannten Stereotypen: Eine Frau verlässt ihren kalten, herzlosen Ehemann, trifft einen anderen, einfühlsamen Kerl und verliebt sich in ihn. Damit der Film noch eine weitere Runde andauern kann, streitet das neue Paar nochmals, bevor sich die beiden wieder versöhnen. Das Schema ist banal, und der Ausgang ist von Anfang an klar. Was könnte uns also anregen, diesen Film sehen zu gehen? Weshalb sind einige Filme, die auf diesem Schema basieren, grosse Erfolge? Richtig: Wir sehen uns diese Filme an, um die Charaktere auf dem Weg zum Ziel zu erforschen und die Originalität und den Einfallsreichtum des Autors (Steven Rogers) zu geniessen. Leider gibt uns Hope Floats in dieser Hinsicht recht wenig Grund zum Genuss. Statt dessen gibt es unzählige offene Fragen, so zum Beispiel diese: Was findet Birdee an Justin interessant, vom Aussehen und den oberflächlichen Nettigkeiten abgesehen? Werden ihre Gefühle vielleicht von den Bedürfnissen eines vor Klischees triefenden Drehbuchs gelenkt? Vermutlich.
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| Birdees alter Schulfreund Justin Matisse (Harry Connick, Jr.): Eine in sehr groben Zügen charakterisierte Figur ohne nennenswerte Tiefe. |

| Titel: | Hope Floats (1998) | |
| Genre: | Liebesfilm | |
| Bewertung: | ||
| Regie: | Forest Whitaker | |
| Drehbuch: | Steven Rogers (II) | |
| Produktion: | Elizabeth Joan Hooper Lynda Obst | |
| Ausf. Prod.: | Sandra Bullock Mary McLaglen | |
| Kamera: | Caleb Deschanel | |
| Schnitt: | Richard Chew | |
| Musik: | Dave Grusin | |
| Ausstattung: | Larry Fulton | |
| Kostüme: | Susie DeSanto | |
| Besetzung: | Alissa Alban Norman Bennett (I) Sydney Berry Sandra Bullock Bill Cobbs Harry Connick Jr. Chris Drewy Cameron Finley Mona Lee Fultz James N. Harrell Dee Hennigan Tisa Hibbs Kathy Lamkin Martha Long Kathy Najimy Richard Nance Michael Paré Tara Price Connie Ray Gena Rowlands Jeanette Sieh Rachel Lena Snow Christina Stojanovich Art Michael Tamez Mae Whitman Meason Wiley | |
| Länge: | 114 Minuten | |
| Negativ: | 35 mm | |
| Bild: | 35 mm (Farbe) | |
| Ton: | Dolby Digital | |
| Prod.-firma: | 20th Century Fox Fortis Films | |
| CH Verleih: |
20th Century Fox |