James and the Giant Peach
Die Eltern des kleinen James wurden von einem grossen Rhinozeros gefressen.
Nun muss er alleine bei zwei bösen Tanten wohnen, die ihn als Arbeitstier
missbrauchen und von denen er nur Essenreste bekommt, während sie sich
ihren dicken Bauch mit allerlei Leckereien vollstopfen. Zuflucht und
Trost findet er nur in seinen Träumen. Sein Vater hat ihm kurz vor
seinem Tod von New York erzählt und James wünscht sich nichts mehr,
als diese Stadt der Täume, in der alle Wünsche wahr werden, einmal von
Nahe zu sehen.
Eines Tages trifft er im Garten seiner Tanten einen mysteriösen alten
Mann, der ihm einen Sack voll seltsam grünlich leuchtender Würmchen
überreicht, mit denen angeblich magische Dinge möglich werden sollen.
Beim Stpolern leert der Kleine den Sack aus und die Glühwürmchen
verschwinden in der Erde bei den Wurzeln eines alten Baums. Am nächsten
Tag wächst an dem halbtoten Baum plötzlich ein Pfirsich und wird
von Tag zu Tag grösser, bis er schliesslich mehrere Meter hoch ist. Die
bösen Tanten machen aus dem Riesenteil eine Jahrmarktattraktion und
verlangen von den Zuschauern Eintritt. Von dem Geldsegen sieht James
allerdings nichts, er darf nur abends den Dreck der Touristen aufräumen.
Vom Hunger getrieben, nimmt James einen grossen Bissen von der saftigen
Frucht. Plötzlich öffnet sich der Pfirsich und der Junge klettert hinein. Im
Innern trifft er auf verschiedene sprechende Insekten mit denen er sich bestens
unterhält. So beschliesst die seltsamen Gruppe, im Bauch des Pfirsichs nach
New York zu gelangen. Der Tausendfüssler beisst den Stengel durch und die
Riesenfrucht plumpst ins Meer. Mit Hilfe eines Möwenschwarms und nach
zahlreichen Abenteuern erreicht die illustre Gesellschaft schliesslich
New York. Doch die bösen Tanten sind dem Pfirsich auf der Spur und wollen
keinesfalls auf ihre Attraktion verzichten...
"James and the Giant Peach" ist eine interessante Kombination aus Real-
und Trickfilmteilen. Regisseur Henry Selick treibt die "stop-motion"
Animationstechnik, die er bereits in "A Nightmare Before Christmas"
erfolgreich eingesetzt hat auf einen neuen Level der Perfektion. Indem
er die Szenen zusätzlich mit digital generierten Bildern aus dem Computer
anreichert, verleiht er dem Visuellen zusätzliche Brillanz.
Das Problem ist nur, dass die düstere Geschichte von Roald Dahl
wenig kinderkompatibel ist und bei älteren Kindern wiederum die Akzeptanz
für fantasivolle Märchen häufig fehlt. Auch die Songs von Randy Newman
sind leider etwas gar repetitiv geraten. Doch dies sind nur kleine
Wermutstropfen in einem sonst technisch perfekten und erzählerisch
faszinierenden Filmmärchen.
Martin A. Blatter
Angaben zum Film
- Regie: Henry Selick
- Produktion: Denise Di Novi, Tim Burton
- Buch: Karey Kirkpatrick, Jonathan Roberts, Steve Bloom (nach dem Roman von Roald Dahl)
- Darsteller: Paul Terry, Pete Postlethwaite
- Kamera: Pete Kozachik, Hiro Narita
- Musik: Randy Newman
- Format: 1.85:1
- Sound: Dolby SR-D
- Bewertung: ***1/2.
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