Felix Webb (Lambert Wilson) ist ein ergolgreicher Theaterautor, der gerade
sein neustes Stück "The Hit Man" probt. Nur Privat steht es nicht zum
Besten; er ist in die junge Schauspielerin Hilary (Thandie Newton) verliebt,
und ist drauf und dran seine Familie - seine Ehefrau Elena (Anna Galiena) und
seine drei Kinder - zu verlassen. Die Situation wird noch kompliziert, als
Hilary eine der Hauptrollen in "The Hit Man" bekommt. Die andere Hauptrolle
besetzt der bekannte US-Schauspieler Robin Grange (Jon Bon Jovi), der dieses
Gast-Engegement geschickt für seine eigenen - nicht nur noblen -
Interessen nutzt. Er ist charmant und attraktiv und drängt sich schnell
in das Privatleben aller Beteiligten. Seine Waffen: Charme und Indiskretion.
So bietet er Felix an, seine Frau zu verführen, was diese von Felix'
Affäre ablenken, ihr Selbstvertrauen stärken und sie zum Verlassen
ihres Ehemannes bringen solle.
Nach ersten Bedenken willigt er schliesslich ein. Nun muss er zusehen, wie
Elena Robins dem perfekt durchdachten Verführungsplan allmählich
verfällt. Ausserdem scheint auch Hilary dem Charme Robins erlegen zu
sein. Dinge, die Felix langsam aber sicher in eine tiefe Nervenkrise
stürzen. Verzweifelt versucht er, die Kontrolle über sein Leben
zurückzugewinnen. Schliesslich, während der Premiere von
"The Hit Man" vertauscht er den Revolver, mit dem Robin Grange auf der
Bühne erschossen wird, durch einen echten, mit vermeintlich echten
Kugeln. Robin bemerkt dies und zwingt ihn u.a. dadurch, ihm die Hauptrolle
in der kommenden Hollywoodproduktion, zu der Felix Webb das Drehbuch liefert,
zuzusichern. Am Ende bekommt Robin einen Oscar und lebt glücklich mit
Elena zusammen, während Felix und Hilary eine langweilige, lieblose
Beziehung zu haben scheinen.
Dies ist nach "Moonlight &
Valentino" Jon Bon Jovi's zweiter Spielfilm.
Der Regisseur John Duigan ist gebürtiger Engländer,
hat aber die meiste Zeit in Australien gelebt und gewirkt. Die Autorin des
Drehbuchs, Virginia Duigan, ist übrigens seine Schwester.
Die Story ist abwechslungsreich: Der Film ist ein Drama über
Obsessionen, hat Humor, einen faustischen Pakt und nimmt schliesslich eine
überraschende Wendung. Atypisch ist auch, dass Robin Grange den
Hauptgewinn zieht; und dies obwohl er eigentlich der Bösewicht ist.
Im übrigen kann man in den beiden Oscar-Preisverleihungsszenen des
Films einige berühmte Schauspieler in Cameo-Auftritten erkennen.
Bernhard Seefeld

| Titel: | The Leading Man | |
| Bewertung: | ****. | |
| Länge: | 99 Minuten | |
| Regie: | John Duigan | |
| Drehbuch: | Virginia Duigan | |
| Produktion: | Bertil Ohlsson | |
| Kamera: | Jean Francois Robin | |
| Besetzung: | Jon Bon Jovi, Anna Galiena, Lambert Wilson, Thandie Newton | |
| Technik: | 1:1.85 Dolby Stereo SRD | |
| Verleih: | Rialto Film |