Lethal Weapon 4 (1998)
Bekanntlich werden viele Fortsetzungen nur zur Geldvermehrung gedreht. Und bei 90% ist dies auch der Fall. Die übrigen 10% benutzen die Sequels dazu, ihre Charaktere weiterzuentwickeln, und in den letzten 15 bis 20 Jahre hat das wohl nur eine Serie gut demonstriert, nämlich «Lethal Weapon».
von Serge Zehnder
Wie ungebrochen die Chemie des Power-Duos Riggs & Murtaugh Gibson/Glover stimmt zeigen die astronomischen Einspielergebnisse, die man bei einem vierten Teil kaum erwartet. Um dies zustande zu bringen, mussten jedoch die Produzenten tief in die Tasche greifen, denn mit jedem Teil ist nicht nur die Popularität sondern auch Mel Gibsons Gage gestiegen. Da man aufgrund des abgeblasenen «Superman Lives» von Tim Burton schnell einen Blockbuster für den Sommer benötigte, ist es verwunderlich, dass es Produzent Joel Silver, Regisseur Richard Donner und ihrem Cast gelungen ist, eine weitere Fortsetzung zu drehen, die ihren Vorgängern in nur ganz wenigen Punkten nachsteht.
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| Riggs (Gibson) in einer seiner klassischen Stellungen.
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DER WITZ DER GESCHICHTE
Der grösste Schwachpunkt ist bestimmt die Geschichte. Obwohl auch da die Meinungen auseinandergehen, ermöglicht sie doch einem von Asiens grössten noch lebenden Martial-Arts Stars, Jet-Li den ersten Hollywood-Auftritt. Leider muss er sich dabei als gelber Teufel präsentieren, womit einem in den USA nicht besonders populären Thema ein filmisches Klischee aufgedrückt wird. Dies allerdings nur am Rand, im Zentrum steht klar das weisse Chaos-Männchen und sein schwarzer beruhigender Gegenpart. Nach wie vor fesselnd inszenierte Action- Sequenzen und spontan improvisierte Humoresken zeichnen auch diese Folge aus. Vielleicht sogar noch mehr als bei den Vorgängern, was den ungeheuren Enthusiasmus und die Freude, mit alten Bekannten zusammenzuarbeiten, vermittelt. Für Gibson und Donner ist dies bereits die sechste gemeinsame Arbeit und nach dem mittelschweren Debakel «The Conspiracy Theory» bleibt man mit der Gewissheit zurück, dass die Figur von Martin Riggs jene ist, die Donner am besten aus seinem Star hervorzuholen vermag. Und seine Entwicklung von 1987 in die Neuzeit ist wohl einzigartig im Seriendenken Hollywoods.
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Auch Pyrotechnik wurde wieder grossangelegt eingesetzt.
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VOM FAMILIENLOSEN ZUM FAMILIENVATER
Die tragische Figur des verwitweten Polizisten, der dem gutbürgerlichen Familienvater zugeteilt wurde, war zwar nicht der Anfang des sogenannten «Buddy-Movies» aber bestimmt eine, wenn nicht die Sternstunde des Genres. Drehbuchautor Shane Black («The Long Kiss Goodnight») brachte damals zwei sehr ungleiche Figuren aufs Papier, die in ihrer schwarz-weissen Gegensätzlichkeit an Eddie Murphy und Nick Nolte in «48 Hours» erinnerten, aber bei weitem tragischere Züge aufwiesen, als dies bis anhin der Fall war. Zu diesem Zweck ist es allen Fans der Serie zu empfehlen, sich Blacks Original-Drehbuch zu «Lethal Weapon», welches auf dem Internet erhältlich ist (siehe «Drews-Script-O-Rama») zu lesen. Darin werden einige weitere Szenen die bitteren Abgründe Riggs', der bei Murtaugh auf ein Familienbild stösst, das ihm verwehrt wurde, gezeigt. Über die Jahre hinweg sind sowohl Figuren, Schauspieler und auch ihre Fans mitgealtert und dieser gemeinsame Alterungsprozess verleiht der Serie einen Charme, den Indiana Jones, Ellen Ripley oder die Star Wars-Charaktere allein schon wegen ihres Fantasy-Produktes nicht enthalten konnten. «Riggs» und «Rog» sind real, so real, dass sie nun Vater beziehungsweise Grossvater werden. Die Geister der Vergangenheit scheinen sich langsam zu beruhigen und wie für ihre Macher beginnt auch für sie ein neuer Lebensabschnitt.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | Lethal Weapon 4 (1998)
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| Land: | | USA
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| Genre: | | Actionfilm
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| Regie: | | Richard Donner
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| Drehbuch: | | Jonathan Lemkin Alfred Gough Miles Millar Channing Gibson
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| Produktion: | | Richard Donner Joel Silver
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| Koproduktion: | | Dan Cracchiolo J. Mills Goodloe
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| Ausf. Prod.: | | Steve Perry (I) Jim Van Wyck
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| Kamera: | | Andrzej Bartkowiak
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| Schnitt: | | Dallas Puett Frank J. Urioste
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| Musik: | | Eric Clapton Michael Kamen David Sanborn
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| Ausstattung: | | J. Michael Riva
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| Besetzung: | | Ryan C. Benson Ray Chang Jeanne Chin Mel Gibson Danny Glover Damon Hines Dana Lee Jet Li Darlene Love Walt G. Ludwig Joe Pesci Chris Rock Rene Russo Ebonie Smith Elizabeth Sung Traci Wolfe Jeff Imada Michiko Nishiwaki
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| Länge: | | 127 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm Scope (Farbe)
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| Ton: | | Dolby Digital
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| Prod.-firma: | | Donner/Schuler-Donner Productions Silver Pictures Warner Bros. [us]
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| CH Verleih: | |
Warner Bros.
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