The Man in the Iron Mask (1998/I)
Leonardo DiCaprio in einer Doppelrolle und vier Charakterdarsteller als Musketiere, da kann nichts schiefgehen!?
von Thomas Hunziker
Einige Jahre sind vergangen seit sich Hollywood das letztemal daran gemacht hat einen Roman von Dumas zu verfilmen. 1993 schnallten sich Charlie Sheen, Kiefer Sutherland, Oliver Platt und Chris O'Donnell in der Disney-Version der Three Musketeers die Degen um und machten mit viel Humor Tim Curry als Richelieu die Hölle heiss. Die Besetzungsliste von The Man in the Iron Mask lässt sich ebenso auf der Zunge vergehen; Leonardo DiCaprio in der Doppelrolle als König Louis und dem Maskenmann Philippe und Jeremy Irons, John Malkovich, Gerard Depardieu und Gabriel Byrne als Aramis, Arthos, Porthos und D'Artagnan. Die Geschichte ist schnell erzählt: König Louis misshandelt seine Untertanen grausam und ist frauensüchtig. Eine der Schönheiten (Judith Godreche), die er begehrt, ist die Verlobte des Sohnes von Arthos. Dieser wird kurzerhand in den Krieg geschickt, wo er natürlich umkommt, woraufhin Arthos droht den König zu ermorden.
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| Die vier Musketiere im Kugelhagel
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Viel Verwirrung, wenig Handlung
Gleichzeitig ist D'Artagnan Oberhaupt der königlichen Leibgarde, die ihn vor allem vor religiösen Attentätern und dem, von den religiösen Führern aufgebrachten Volk beschützen muss. Einer der religiösen Führer ist Aramis, der in die Mutter des Königs (Anne Parillaud) verliebt ist und bei der Geburt ihrer Zwillingssöhne dafür sorgte, dass der jüngere Bruder Philippe in eine eiserne Maske gesteckt und in die Bastille geworfen wurde. Nun entschliesst Aramis sich dazu, Philippe aus der Gefangenschaft zu befreien, um Louis durch ihn zu ersetzen. Von hier aus sollte die Geschichte an und für sich mit Gefechten und Verolgungsjagden fortgesetzt werden, was aber folgt, sind endlose Diskussionen, lustlose Wortgefechte und zermürbende Nahaufnahnem der Protagonisten, die sich hin- und herüberlegen, ob sie das richtige machen. Die grosse Befreiungsaktion am Ende des Films ist dann so schlecht in Szene gesetzt, das man auch ohne sie ausgekommen wäre.
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Billige Sets, wo man nass werden kann
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Profitable Stars
Regisseur und Drehbuchautor Randall Wallace verdiente sich seine Lorbeeren für das Drehbuch zu Mel Gibsons Braveheart. Hollywood bedankte sich dafür mit der Regiearbeit von The Man in the Iron Mask, bei der Wallace bewies, dass man aus einem Abenteurfilm auch eine langweilige Charakterstudie alternder Musketiere machen kann. Der Fehler, dass der Film so enttäuschend herauskam, liegt dabei wahrscheinlich nicht alleine bei Wallace. Der Erfolg von Titanic bewegte die Produzenten dazu den Filmstart eines weiteren Leonardo DiCaprio-Filmes soweit wie möglich vorzuverlegen, zumal diesen Sommer mit The Mask of Zorro (Antonio Banderas, Anthony Hopkins) ein weiterer Degenfilm in die Kinos kommen wird und auch die Konkurrenz durch Riesenmonster (Godzilla) und Meteoriten (Deep Impact, Armageddon) nicht zu unterschätzen ist. Die Einspielergebnisse sind nunmal das Brot von Hollywood und im Sommer wäre wahrscheinlich auch ein perfekter Man in the Iron Mask in der Menge verlorengegangen, währenddem im Frühling eine miserable Version davon relativ erfolgreich war.
Kinoprogramme
Angaben zum Film
| Titel: | | The Man in the Iron Mask (1998/I)
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| Land: | | USA
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| Genre: | | Actionfilm
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| Regie: | | Randall Wallace
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| Drehbuch: | | Alexandre Dumas père Randall Wallace
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| Produktion: | | Russ Smith Randall Wallace
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| Koproduktion: | | René Dupont Paul Hitchcock
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| Ausf. Prod.: | | Alan Ladd Jr.
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| Kamera: | | Peter Suschitzky
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| Schnitt: | | William Hoy
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| Musik: | | Nick Glennie-Smith
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| Ausstattung: | | Anthony Pratt
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| Kostüme: | | James Acheson (I)
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| Besetzung: | | Edward Atterton Brigitte Auber Cécile Auclert Sonia Backers Karine Belly Brigitte Boucher Jean-Pol Brissart Gabriel Byrne Gérard Depardieu Leonardo DiCaprio Christian Erickson Laura Fraser (II) Judith Godrèche Emmanuel Guttierez Michael Hofland Olivier Hémon Jeremy Irons Matthew Jocelyn Hugh Laurie David Lowe (II) John Malkovich François Montagut Michael Morris (II) Vincent Nemeth Anne Parillaud Emmanuel Patron Peter Sarsgaard Joe Sheridan Leonor Varela Andrew Wallace
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| Länge: | | 117 Minuten
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| Negativ: | | 35 mm
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| Bild: | | 35 mm (Farbe)
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| Prod.-firma: | | United Artists
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| CH Verleih: | |
United International Pictures
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