Die junge und schöne Irma (Jasmin Tabatabai) verdient ihr Geld mit mehr oder wenigen interessanten Jobs seitdem sie ihr Studium abgebrochen hat. Als sie bei der reichen Familie Schwarz zu putzen beginnt, spioniert sie aus purer Neugierde ein wenig den verzogenen Töchtern nach und stösst dabei auf einen grausigen Fund: Im Keller wird die Grossmutter (Christine Oesterlein) der Mädchen gefangengehalten. Direkt wie Irma ist, organisiert sie sofort die
Entführung der alten Dame und nimmt sie sodann bei sich auf. Nun beginnt Grossmama Nellys Verwandlung: Innert kürzester Frist wird aus der geistig verwirrten, ungepflegten Frau ein unternehmungslustiges Energiebündel.
Obwohl Nelly Irma manchmal ein wenig nervt wenn sie Irmas Liebhaber vergrault zum Beispiel und obwohl Nelly Irmas Grossmutter sein könnte werden die zwei enge Freundinnen. Am Ende gelingt ihnen sogar ein Rachefeldzug gegen die Familie Schwarz: Frau Schwarz (Dagmar Manzel) erleidet am Tag ihrer Wahl zur Oberrichterin einen wohlverdienten Nervenzusammenbruch.
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Nelly mit dem Schwulenchor-Leiter |
Leider werden in der Putzfraueninsel Klischees wie der schockierende Tuntenchor an Frau Schwarz' Empfang oder der verheiratete Psychologe als Irmas Liebhaber, der genau weiss, wie Irma sich finden kann, nur minim überzeichnet: Ironie wird kaum spürbar. Milena-Moser-Anhänger werden kaum auf ihre Kosten kommen, doch dank einem konsequenten Tempo und einigen witzigen Szenen werden im Kinosaal sicher einige Lacher zu hören sein.
Flavia Giorgetta